Studiengebührenblase

Veröffentlicht: Oktober 23, 2011 von C.R. in Ökonomisierung der Bildung
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Sind Studiengebühren ein notwendiges Übel um Bildungseinrichtungen zu finanzieren, oder dienen sie einer Privatisierung des Bildungssektors?

Etwas Vorkasse von den Studenten sollte schon sein. Denn die erwirtschaften mit dem Studium einen gewaltigen Status- und Einkommensvorteil. Die Kosmetikerin, der Physiotherapeut müssen selber für die Ausbildung zahlen.

Quelle zum Weiterlesen: Josef Joffe: Zeit Online

Josef Joffe, Herausgeber der Zeit, verwechselt hier Hochschulbildung mit Ausbildung. Eine Ausbildung ist so angelegt, dass man die erlernten Fertigkeiten gemäß der Ausbildung erwerbstätig einsetzt. Eine Physiotherapeutin in Ausbildung muss ihre Ausbildung nicht selbst bezahlen, wenn sie an einer staatlichen Physiotherapieschule ist. Sie behandelt während dieser Zeit Patienten, was nicht ihr, aber dem Träger der Ausbildungsschule Geld einbringt, so dass die Ausbildung über ihre Arbeit finanziert wird. In anderen Ausbildungsberufen verdient man darüberhinaus selbst Geld. Der wichtige Punkt ist hier, dass die Arbeit, welche die Ausbildung finanziert, in die Ausbildung integriert und ein wichtiger praktischer Bestandteil dieser ist.

Ein Hochschulstudium, welches wissenschaftlich ausgerichtet ist, bietet nicht die Möglichkeiten entsprechend Geld zu verdienen. Studentenjobs stehen in der Regel in keinem Zusammenhang mit dem Studium. Insofern ist der Vergleich des Studiums mit einem Ausbildungsberuf unpassend und kann nicht die Einführung von Studiengebühren rechtfertigen. Da man seine Studiengebühren nicht sinnvoll durch Arbeit gegenfinanzieren kann, nehmen viele Studenten Schulden auf, wodurch eine  Schuldenblase entsteht und es fraglich wird, wie real der von Joffe benannte Status- und Einkommensvorteil ist:

In den USA droht eine neue private Schuldenblase zu platzen: die der Studenten. Schon jetzt stecken amerikanische Studenten tiefer in den roten Zahlen als alle Kreditkarteninhaber ihres Landes zusammen. Noch dieses Jahr, so die New York Times, werden die Schulden aus Studienkrediten die bedrohliche Schwelle von einer Billion Dollar (1150 Milliarden Euro) erreichen. Zuletzt fragte der Chronicle: „Wann wird die Bildungsblase platzen?

Quelle zum Weiterlesen: fr-online

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