Elite: Qualifikation statt Bildung

Veröffentlicht: Juli 10, 2012 von C.R. in Ökonomisierung der Bildung, Bildungspolitik
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Prof. Michael Hartmann, Soziologe und Eliteforscher, erörtert in einem Interview mit Was bildet ihr uns ein? die Hintergründe und Konsequenzen der jüngsten Exzellenzinitative. Interessant sind die „Kriterien“, denen man genügen muss, um zur akademischen Elite zu gehören. Nach Hartmann ist es hilfreich, wenn man exzellent mit Medizinern oder Naturwissenschaftlern vernetzt ist, da diese die Hälfte der Kommissionsmitglieder ausmachen. Hierin sieht er einen Grund, dass Geisteswissenschaften weniger gefördert werden. Elite bedeutet nach Hartmann vor allem eine erfolgreiche Reproduktion der eigenen Klasse. Ferner geht nach Hartmann die Förderung von exzellenter Forschung zur Lasten der Lehre, da exzellente Forschung mehr Drittmittel einbringt als „exzellente“ Lehre. Als Ausgleich erhalten die Studierenden dann aber auf ihrem Abschlusszeugnis einen Elitestempel. Wenn dem so ist, dann ist hier Qualifikation wohl wichtiger als Bildung.

Das lesenswerte Interview findet man hier.

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